Phyto Friday: Schafgarbe
Die vielseitige Heilpflanze
für Verdauung, Durchblutung und
innere Balance
Die Schafgarbe (Achillea millefolium) gehört zu den ältesten und vielseitigsten Heilpflanzen der europäischen Pflanzenheilkunde. Schon ihr botanischer Name verweist auf ihre lange Geschichte: Der Sage nach nutzte Achilles sie zur Wundversorgung seiner Krieger.
Doch Schafgarbe kann weit mehr als nur äußerliche Heilung. Sie wirkt regulierend, ausgleichend und stärkend – Eigenschaften, die sie auch für die natürliche Gesundheit von Papageien und Sittichen besonders interessant machen.
Was ist Schafgarbe?
Die Schafgarbe ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wächst wild auf Wiesen, an Wegrändern und Böschungen und ist leicht an ihren fein gefiederten Blättern und den weißen bis rosafarbenen Blütenständen zu erkennen.
In der Phytotherapie werden verwendet:
✔ das Kraut (oberirdische Pflanzenteile)
✔ die Blüten
Die Ernte erfolgt zur Blütezeit, anschließend werden die Pflanzenteile schonend getrocknet.
Inhaltsstoffe & Wirkweise
✔ Die Schafgarbe zeichnet sich durch ein besonders breit gefächertes Wirkstoffprofil aus:
✔ Ätherische Öle (u. a. Azulene, Cineol): entzündungshemmend, krampflösend
✔ Bitterstoffe: fördern Verdauung, Leber- und Gallenfunktion
✔ Flavonoide: antioxidativ, gefäßschützend
✔ Gerbstoffe: adstringierend, schleimhautstabilisierend
✔ Cumarine: durchblutungsfördernd, ausgleichend
Diese Kombination macht die Schafgarbe zu einer klassischen Regulationspflanze: Sie wirkt nicht einseitig, sondern hilft dem Organismus, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Wirkung in der Pflanzenheilkunde
Traditionell wird Schafgarbe eingesetzt bei:
✔ Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit
✔ Leber- und Gallenstörungen
✔ Krampfartigen Schmerzen im Magen-Darm-Trakt
✔ Entzündlichen Prozessen
✔ Durchblutungsstörungen
✔ Innerer Unruhe mit körperlicher Ursache
Besonders geschätzt wird ihre Fähigkeit, spastische Zustände zu lösen, ohne den Organismus zu belasten.

