Ein Erfahrungsbericht: Leben mit einem Plattenepithelkarzinom beim Ara
Auch als Tierheilpraktiker für Papageien und Sittiche ist man nicht davor gefeit, dass die eigenen Tiere einmal schwer erkranken. So wurde vor einiger Zeit bei unserem über 40 Jahre alten Ara ein Plattenepithelkarzinom an der Choane* festgestellt.
Erste Symptome und Diagnose
Auffällig waren zunächst leichte Atemprobleme sowie ein häufigeres Hochwürgen von Futterresten. Die tierärztliche Untersuchung bestätigte nicht nur den Tumor, sondern auch eine bakterielle Infektion im Hals-/Kropfbereich und eine erneut aufflammende Aspergillose. Für einen Vogel in diesem Alter alles andere als eine gute Ausgangsprognose.
Kombination von Veterinärmedizin und Naturheilkunde
Die bakterielle Infektion wurde mit Antibiotikum behandelt, die Aspergillose wird derzeit mit Voriconazol kontrolliert. Parallel musste ich eine Lösung finden, wie der Ara trotz seiner Atemproblematik weiterhin selbstständig, abwechslungsreich und ausgewogen fressen kann.
Angepasste Ernährung als Schlüssel
Dank meiner Arbeit in der Praxis und meinem Onlineshop standen mir passende Produkte sofort zur Verfügung. Heute frisst der Vogel einen speziell entwickelten Brei aus gemahlenem Nussmix und geschälten Saaten, ergänzt durch meine eigene „DustyDelights“-Reihe (abwechselnd Ingwer, Rote Bete, Spinat, Karotte etc.), kombiniert mit Mariendistelsamenpulver für die Leber und einem hochwertigen Aufzuchtfutter von Wisbroek. Dazu gibt es täglich frisches, bei Bedarf leicht gedünstetes Gemüse.

